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Provence/Camargue 10. bis 16. Mai 2003

 Vom 10. Mai bis 16. Mai 2003 reisten wir (meine Frau und ich) mit dem Radel-Team von Franz Buck  nach Frankreich zum Radeln. Es war eine traumhaft schöne Woche mit dem Fahrrad. Ich möchte hier ein paar Eindrücke der Landschaft und ein paar Erinnerungen hinterlassen.

 Untergebracht waren wir im Hotel La Fenouillere in Estezargues, mitten in der Provence. Sehr gutes Essen, Swimmingpool. Sehr ruhig, aber auch sehr abgelegen.  Aber wenn man jeden Tag mit dem Fahrrad unterwegs ist, braucht man abends nicht auch noch Action.

Hier ein kurzer Rückblick auf diese Woche:

1. Tag:
Anreise über Freiburg, Mühlhausen und Lyon nach Estezargues. Zum Abschluss des Tages besuchten wir noch den sehr beeindruckenden Pont du Gard, den alten Wasserkanal der Römer. Hier ein paar Bilder.

2. Tag:
Wir radelten ca. 58 km. Es ging durch die Steppenlandschaft der Camargue, mit weißen Pferden und jede Menge Flamingos. Am Zigeunerwallfahrtsort St. Marie-de-la-Mer kletterten wir auf das Dach einer Kirche und hatten einen herrlichen Ausblick auf das Mittelmeer. Weiter radelten wir auf dem zum Teil sehr unwegsamen Dammweg (Mountainbikes sehr im Vorteil) des Etang des Vaucares zur größten Saline Frankreichs, Salin de Giraud. Zum Abschluss dieses wunderschönen Tages, der uns durch eine eindrucksvolle Landschaft führte, badeten wir noch im Mittelmeer. Das war Urlaub pur!! Hier wieder ein paar Bilder.

3. Tag:
Mit dem Bus ging es zur berühmten Tropfsteinhöhle “Aven d’ Orgnac”. Riesige Höhle mit phantastisch anzusehenden Gebilden und verschiedenen “Räumlichkeiten”, Farben und Formen. Wer in der Gegend ist, sollte einen Besuch dieser Höhle zur Pflicht machen.
Nach dieser Höhlen- und Museumsbesichtigung radelten wir durch eines der bekanntesten Flusstäler der Provence. Die Ardèche hat sich im Laufe vieler Jahrhunderte eine imposante Schlucht aus dem weißen Kalkstein gefressen. Die mittägliche Picknick- und Badepause am “Pont d` Arc” nutzten nicht alle. Diejenigen, die baden wollten, konnten dies tun. Der “harte Kern” ließ sich jedoch nicht davon abhalten, bei sommerlichen Temperaturen den kernigen Anstieg hinauf zum Plateu zu bewältigen. Solche Anstiege kamen immer wieder mal. Dafür hatte man von oben einen imposanten Ausblick hinunter ins Tal. Es war gigantisch! Hier wieder ein paar Bilder, die jedoch die wirkliche Schönheit dieser Landschaft nur andeuten.

4. Tag:
An diesem Tag ging ein lang ersehnter Wunsch von mir in Erfüllung. Vor uns lag der legendäre Berg der Tour de France, der Mount Ventoux. Dieser höchste Berg der Provence hat ja schon Tour-Geschichte geschrieben. Doch bevor wir ihn “bezwangen”, schlenderten wir zuerst noch über den typisch provencialischen Markt von Vaison-la-Romaine. Danach brachte uns der Bus hoch zum kahlen, “Heiligen Berg der Provence”. Kurz unterhalb des Gipfel stiegen wir aus. Na ja, um den ganzen Berg zu radeln fehlte uns ja die Zeit! Es waren noch ca. sechs Kilomet bis zum Gipfel. Die  nahmen dann mehrere Radler in Angriff. Ám Gipfel aber kamen nur fünf Mann und eine Frau (meine!!!!) an.
Tief bewegt verharrte ich ein paar Minuten am Denkmal von Tom Simpson. Dieser Radrennfahrer starb ja auf Grund  von Doping an diesem Berg bei der Tour de France am 13. Juli 1967. Es war schon ein ergreifendes Gefühl, an diesem Denkmal zu stehen und die abgelegten Utensilien seiner Fans anzuschauen. Seine beiden Töchter widmeten ihm 30 Jahre später eine Plakette, die am Denkmal angebracht wurde.
Als wir oben ankamen, war die Sicht leider sehr schlecht. Es war neblig und kalt. Nach kurzer Verschnaufpause (der Kälte wegen) kam das Schönste an diesem Tag: knappe 50 km Abfahrt! Es war gigantisch. Das kann ich hier nicht beschreiben. Das muss man erlebt haben! Über Sault, dem Zentrum des Lavendelanbaus, fuhren wir durch die herrlichen Schluchten der “Georges de la Nesque” nur noch bergab bis nach Mormoiron. Hier wieder ein paar Bilder.

5. Tag:
Wir starteten unsere Radtour in Cavaillon. Entlang des Naturschutzgebietes Lubéron radelten wir wieder bis zum Treffpunkt mit dem Bus. Wir passierten malerische Felsdörfer wie Menerbes, Lacoste und Bonnieux. Nachdem wir uns zu Mittag wieder mit dem jetzt schon bekannten Picknick gestärkt hatten, radelten wir über die alte Römerbrücke “Pont Julien” bis in das Ockerdorf Roussilion. Jetzt kam wieder etwas wunderschönes, was ich so noch nie gesehen hatte: die Ockerbrüche. Es war wirklich einmalig. Wir liefen wie durch eine Märchenlandschaft. Nachdem wir durchgelaufen waren, hatten sich unsere Schuhe mit einem gelben Film überzogen. Sah wirklich toll aus. Danach ging es mit dem Bus weiter bis nach Avignon. Wir besichtigten den Papstpalast und die berühmte Brücke. Die Eindrücke in Bilder gibt es wieder hier.

6. Tag: Mit dem Bus fuhren wir bis nach Arles. Die alte Römerstadt mit Arena, das Amphitheater und der Kreuzgang wurden besichtigt. Die anschließende Radtour begann an der berühmten Dichtermühle “Moulin de Daudet”. Beeindruckende Überreste der Geschichte durften wir sehen. Weiter ging es über das Felsenstädtchen “Les Beaux”. Dort scheinen die Häuser regelrecht aus den Felsen heraus zu wachsen. Toll. Über “die kleinen Alpen”, nach einem kurzen, aber knackigen Anstieg, erreichten wir dann St. Remy de Provence. Dies war die letzte Tour dieser Reise. Eine Woche Radelurlaub vom Feinsten ging leider zu Ende. Hier wieder die letzten Eindrücke in Bildern.

7. Tag: Die Rückfahrt erfolgte über Valence, Annecy, Genf und Bern. Diese Radreisen mit dem Radel-Team vom Franz Buck sind auf jeden Fall empfehlenswert. Wir legten ca. 237 Kilometer zurück und  werden in 2004 die Reise in die Hochprovence machen. Bericht und Bilder folgen garantiert an dieser Stelle.

La_Fenouillere                        La_Fenouillere1

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Letzte Aktualisierung: Mittwoch, 9. November 2016