Brenta/Dolomiten

21. bis 25. September 2016

1. Tag – Anreise und Start bei Brixen (Bressanone) ==> Commezadura – Tourendaten gibts hier

Mittwoch, 21.09.: Anreise mit dem Bus ins Eisacktal. An der Raststätte Illertal mussten wir einen außerplanmäßgen Stopp einlegen, da ein Mitradler einen Schwächeanfall erlitt. Notarzt wurde gerufen. Nach eingehender Untersuchung gab der Notarzt jedoch grünes Licht zur Weiterfahrt.

Wir starteten bei Bressanone und radelten über Klausen auf dem neuen Radweg nach Bozen. Da wir dieses Teilstück ja schon von der Radreise Brenner ==> Venedig (2012) kannten, war es ein wundervolles Erlebnis, diesen autobahnmäßg ausgebauten Radweg nochmal erleben zu dürfen.  Wir zogen die Option Weiterfahrt bis zum Kalterer See. Auch das kannten wir schon. Die einzige Steigung war hinauf nach Eppan. Nach ca. 63km brachte uns der Bus ins Val di Sole nach Commezzadura zum Hotel.

2. Tag – Madonna di Campiglio ==> Sarcatal – Tourendaten gibts hier

Donnerstag, 22.09.: Nach dem Frühstück Bustransfer zum Passo Campo Magno, wo diese Tagesetappe begann. Wir radelten zum weltbekannten Wintersportort Madonna di Campiglio (im Sommer tote Hose) und weiter entlang der herrlichen Brentagruppe, aber anfänglich steil bergab zur Kirche Sankt Vigilio mit den Todestanz-Fresken. Über Carisolo radelten wir zu erst bergan ins Val di Genova. Hier wurden wir mit dem beeindruckenden Anblick des Nardis-Wasserfalls belohnt und machten dort Mittagspause. Danach fuhren wir zurück zum Sarcatal und erlebten die wohl schönste Fahrradweg-Passage der Tour. Am Zielort Ragoli, nach ca. 42km, erwartete uns der Bus und brachte uns zurück ins Hotel.

3. Tag – Molveno ==> Riva/Gardasee – Tourendaten gibts hier

Freitag, 23.09.: nach einem Bustransfer durch die Obstgebiete des Trentino erreichten wir Andalo am Fuße des Paganello-Skigebiets, unserem heutigen Startort. Wir radelten zuerst nach Molveno, einem der schönsten Orte in dieser Region und weiter am Molvener See entlang in Richtung San Lorenzo. Dabei genossen wir eine einmalige Abfahrt ins Sarcatal. Auf der neu als Radweg ausgebauten alten Passstraße gings hinunter nach Sarche. Vorbei am Lago di Cavedine erreichten wir das beschauliche Städtchen Arco mit dem berühmten Kletterfelsen. Entlang der Sarca kamen wir nach Riva, wo wir das herrliche Flair am See nach ca. 58km genießen durften. Beim anschließenden Bustransfer zum Hotel sahen wir noch einmal das phantastische Panorama der Brenta Gruppe.
Nach dem Abendessen erwartete uns der Höhepunkt des Tages mit dem Konzert “ Klang der Berge‘. Wir lauschten den Männerchören bei der ältesten und schönsten Tradition der Berglieder – Klang der Berge „La Montanara‘, es war ein Erlebnis vor der wunderschönen Bergkulisse.

4. Tag – Vale di Sole – Tourendaten gibts hier

Samstag, 24.09.: Zuerst brachte uns der Bus zum Startort Pejo-Fonti. Von hier aus radelten die „Starken“ (ich war dabei, ohne Strom!!) steil bergan zum Ort Pejo. Wir durften einen herrlich schönen Ausblick ins Tal genießen. Und dann die Abfahrt! Der Tourguide gab freie Fahrt! Das einzige Mal in diesen Tagen. Und ich kostete das natürlich voll aus.

Die „Schönen“ starteten direkt ins Tal und erreichten zusammen mit den “Starken” nach einer rasanten Abfahrt die Orte Cogolo und später bei Celledizzo den Radweg durch das Pejotal zum Vale di Sole (Sonnental). Auf dem gut ausgebauten Radweg radelten wir über Pellizano zu unserem Hotel, wo uns der Wirt mit einer typischen italienischen Speise zur Mittagspause überraschte.
Anschließend ging’s weiter ins Tal durch herrliche Obstplantagen, vorbei an Burgen und Sportanlagen bis zum Ort Molini. Dort war Wendepunkt und wir radelten die gleiche Strecke wieder zurück. Herrlich – immer der Sonne entgegen!

Nach ca. 51km hätten wir die Option gehabt, den Wellnessbereich des sehr guten Hotels zu nutzen. Das machten wir aber bei herrlichstem Wetter nicht! Wir saßen draußen, ließen uns die Sonne auf den Pelz brennen bei einem Glas Bier, Aperol Spritz etc.. Es war einfach schön!

5. Tag – Heimreise

Sonntag, 25.09.: Leider hieß es heute Abschied nehmen vom herrlichen Trentino. Der Bus brachte uns, nach zäher und mit großem Stau am Fernpaß verbundenen Rückfahrt, zurück nach Weilheim
Fazit: Wir hatten fünf gnadenlos schöne Tage, ein super Hotel, immer lecker Essen und lernten sehr nette Leute kennen. Was will man mehr?! Es war mehr als nur Ersatz für die total verregneten und kalten Tage in Westtirol im Mai!